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AREI-Vorschriften 2026: Die wichtigsten Änderungen

Die neuesten Updates der belgischen Elektrovorschriften und was sie für Ihre Installation bedeuten.

Veröffentlicht am 2. Januar 2026 6 min Min. Lesezeit

Überblick über die Änderungen 2026

Die belgischen Elektrovorschriften — auf Niederländisch als AREI (Algemeen Reglement op de Elektrische Installaties) und auf Französisch als RGIE (Règlement Général sur les Installations Électriques) bekannt — werden regelmäßig aktualisiert, um mit dem technischen Fortschritt und den Sicherheitsanforderungen Schritt zu halten. Die Ausgabe 2026 führt mehrere wichtige Änderungen ein, die sowohl Neuinstallationen als auch Renovierungen betreffen.

Ob Sie als Hausbesitzer eine Renovierung planen, als Elektriker an Projekten arbeiten oder als Bauträger tätig sind — das Verständnis dieser Änderungen ist für die Einhaltung der Vorschriften unerlässlich.

Die wichtigsten Änderungen im Überblick

1. Verstärkter Schutz für E-Auto-Ladestationen

Mit der raschen Zunahme von Elektrofahrzeugen in Belgien verschärfen die Vorschriften 2026 die Anforderungen an Ladeinstallationen:

  • Eigener Stromkreis erforderlich — Jeder Ladepunkt muss einen eigenen Stromkreis mit entsprechendem Schutz haben
  • Lastmanagement — Installationen mit mehreren Ladepunkten müssen ein intelligentes Lastmanagement enthalten
  • Kabeldimensionierung — Mindestquerschnitte für Ladestromkreise wurden erhöht
  • FI-Schutz Typ B oder Typ A-EV — Ladeinstallationen erfordern FI-Schutzschalter vom Typ B oder Typ A-EV (mit integrierter DC-Fehlerstromsensorik ≥ 6 mA)

Auswirkung: Wenn Sie eine E-Auto-Ladestation installieren, planen Sie einen eigenen Stromkreis mit entsprechendem Schutz ein. Die Nachrüstung eines bestehenden Stromkreises ist nicht mehr zulässig.

2. Überspannungsschutz — Grundsatz und Praxis-Empfehlung

Das AREI verlangt in Art. 4.5.1 als Grundsatz den Schutz von Personen und Gütern vor Überspannungen „nach den diesbezüglichen Regeln des Fachs", benennt aber keine explizite SPD-Geräte- oder Typ-2-Pflicht. In der Praxis wird für Neuinstallationen und größere Renovierungen von den Kontrollorganismen jedoch zunehmend ein Überspannungsschutz (SPD — Surge Protection Device) erwartet. Die übliche Praxis lässt sich so zusammenfassen:

  • Typ 2 SPD am Hauptverteiler üblich/empfohlen
  • Typ 3 SPD empfohlen für empfindliche Geräte
  • Sollte mit den vorgelagerten Schutzeinrichtungen koordiniert sein
  • Regelmäßige Prüfung und Austausch nach Auslösung empfohlen

Diese Änderung spiegelt die zunehmende Empfindlichkeit moderner elektronischer Geräte und das wachsende Risiko von Spannungsspitzen aus dem Netz wider.

3. Aktualisierte Anforderungen für Solaranlagen

Die Vorschriften für Photovoltaik-Anlagen (PV) wurden präzisiert:

  • DC-Trennschalter muss zugänglich und deutlich gekennzeichnet sein
  • Lichtbogenerkennung (AFDD) wird jetzt für DC-Stromkreise empfohlen
  • Batteriespeichersysteme müssen spezifische Belüftungs- und Brandschutzanforderungen erfüllen
  • Dokumentation der bidirektionalen Energiemessung muss in der Installationsakte enthalten sein

4. Strengere Regeln für Feuchträume

Die Klassifizierung von Feuchträumen (Zonen) und deren Schutzanforderungen wurden aktualisiert:

  • Zone 0 (innerhalb der Badewanne/Dusche) — Nur SELV-Stromkreise (Sicherheitskleinspannung) erlaubt
  • Zone 1 (über der Badewanne/Dusche) — Mindestens IPX4 in Zone 1 (IPX5 nur bei Strahlwasser/Hochdruckreinigung)
  • Zone 2 (Streifen von 0,60 m ab der Außengrenze von Zone 1 — nur bei Badewannen; bei Duschen ist Zone 2 nicht festgelegt, dort folgt direkt der Bereich außerhalb der Zonen) — Steckdosen nur mit Differenzstrom-Schutzeinrichtung sehr hoher Empfindlichkeit (≤ 10 mA) oder einzelnem Trenntrafo ≤ 100 W, mindestens IPX4. Der 30-mA-FI-Schutz gilt ohnehin raumweit für alle Bad-Stromkreise (Art. 7.1.4.3).
  • Bereich außerhalb der Zonen — Normale Installationsregeln, spritzwassergeschützte Geräte empfohlen

5. Digitale Dokumentation akzeptiert

Erstmals erkennen die Vorschriften ausdrücklich digitale Dokumentation an:

  • Eindrahtschemas dürfen im digitalen PDF-Format eingereicht werden
  • Situationspläne können mit digitalen Werkzeugen (wie PlanElec) erstellt werden
  • Digitale Unterschriften werden auf Konformitätserklärungen akzeptiert
  • Elektronische Archivierung von Prüfberichten ist zulässig

Gute Nachricht: Diese Änderung bestätigt offiziell die Verwendung von Tools wie PlanElec zur Erstellung Ihrer elektrischen Dokumentation.

Was das für bestehende Installationen bedeutet

Die Vorschriften 2026 betreffen in erster Linie Neuinstallationen und größere Renovierungen. Bestehende Installationen, die unter früheren Vorschriften geprüft wurden, bleiben gültig bis:

  • Zur nächsten periodischen Prüfung (alle 25 Jahre)
  • Bei einer wesentlichen Änderung der Installation
  • Beim Verkauf der Immobilie

Es wird jedoch empfohlen, Ihre Installation proaktiv auf die neuen Standards zu aktualisieren, insbesondere hinsichtlich Überspannungsschutz und Feuchtraum-Anforderungen.

Zeitplan und Umsetzung

DatumMeilenstein
Januar 2026Neue Vorschriften veröffentlicht
März 2026Übergangsfrist beginnt
Juni 2026Vollständige Durchsetzung für Neuinstallationen
Dezember 2026Vollständige Durchsetzung für größere Renovierungen

Wie PlanElec aktuell bleibt

PlanElec wird kontinuierlich aktualisiert, um die neuesten AREI/RGIE-Vorschriften widerzuspiegeln:

  • Symbolbibliothek aktualisiert mit neuen Komponentensymbolen
  • Validierungsregeln prüfen die Konformität mit den Anforderungen 2026
  • Vorlagen enthalten neue Pflichtelemente (SPD, E-Auto-Stromkreise)
  • Exportformat generiert Dokumentation, die den neuen digitalen Akzeptanzstandards entspricht

Bleiben Sie konform, ohne den vollständigen Vorschriftentext studieren zu müssen. PlanElec stellt automatisch sicher, dass Ihre Dokumentation den neuesten Standards entspricht.

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