Anleitung

Wechsel-, Kreuz- oder Serienschaltung: welcher Schaltertyp gehört ins Eindrahtschema?

Die Anzahl der Schaltstellen bestimmt die Schaltungsart. Symbole aus Tabelle 2.23, Adern je Variante, Kennzeichnung im Situationsplan und die Grenze zur Domotica — mit AREI-Artikel neben jeder Aussage.

Veröffentlicht am 31. August 2026 11 min

Welche Schaltung gehört zu wie vielen Schaltstellen?

Die Anzahl der Stellen, von denen aus derselbe Lichtpunkt bedient werden soll, bestimmt die Schaltung. Eine Stelle ist ein einfacher Schalter. Zwei Stellen verlangen zwei Wechselschalter. Drei oder mehr Stellen verlangen weiterhin zwei Wechselschalter an den Enden, dazwischen je zusätzlicher Schaltstelle einen Kreuzschalter. Die Serienschaltung fällt aus dieser Reihe heraus: Sie bedient zwei Gruppen getrennt von einer einzigen Stelle aus.

Diese Funktionen sind kein Werkstattjargon, sondern stehen mit je eigenem Symbol in Tabelle 2.23 des AREI, aufgenommen in Kapitel 2.13. Dieselbe Tabelle gilt für das Eindrahtschema und für den Lageplan — den Situationsplan — einer hauswirtschaftlichen Anlage.

SchaltstellenSchaltungsartBeschreibung in Tabelle 2.23, Buchstabe EGeräteVerbindung zwischen den Stellen
1Einfachschaltung„Schalter — allgemein“1 Schalterkeine
1, aber zwei getrennte LeuchtengruppenSerienschaltung„Einpoliger Serienschalter (Doppelschaltung: zur separaten Einschaltung oder Unterbrechung von zwei Stromkreisen von einer Stelle aus)“1 Serienschalter mit zwei Kanälenkeine
2Wechselschaltung„Einpoliger Wechselschalter (mit zwei Schaltstellungen: zur Einschaltung oder Unterbrechung eines Stromkreises von zwei verschiedenen Stellen aus)“2 Wechselschalter2 korrespondierende Leiter
3Kreuzschaltung„Kreuzschalter … in Kombination mit zwei Wechselschaltern an beiden Enden“2 Wechselschalter + 1 Kreuzschalter2 korrespondierende Leiter je Teilstrecke
n ≥ 3Kreuzschaltungebenda2 Wechselschalter + (n − 2) Kreuzschalter2 korrespondierende Leiter je Teilstrecke
unbegrenztTasterschaltung„Drucktaster“ zusammen mit „Fernschalter“1 Drucktaster je Stelle + 1 Fernschalter in der Verteilung1 gemeinsame Steuerleitung, Taster parallel

Diese Leiterzahlen schreibt das AREI nicht selbst vor — sie folgen aus dem Schaltprinzip. Verbindlich ist dagegen, dass das Einstrich-Schema Typ, Querschnitt und Anzahl der Leiter jeder elektrischen Leitung angibt, ebenso wie die Schalter selbst (Unterabschnitt 3.1.2.2 Buchstabe a). Eine Wechselschaltung, die als „normaler Lichtkreis“ gezeichnet wird, lässt also eine vorgeschriebene Angabe weg.

Was ist der Unterschied zwischen Wechselschaltung und Serienschaltung?

Beide sehen im Handel nach „doppelt“ aus, leisten aber Gegensätzliches. Der Wechselschalter legt einen Stromkreis auf zwei mögliche Ausgänge um: zusammen mit einem zweiten Wechselschalter bedient er denselben Lichtpunkt von zwei Stellen aus. Der Serienschalter — in Tabelle 2.23 „einpoliger Serienschalter, Doppelschaltung“ — schaltet zwei verschiedene Stromkreise getrennt, von einer einzigen Stelle aus.

Praktische Folge: Ein Serienschalter ersetzt nie eine Wechselschaltung und umgekehrt. Wer in einem Flur zwei Bedienstellen braucht und dort einen Serienschalter setzt, bekommt zwei Wippen, die je ihre eigene Leuchte schalten — nicht eine Leuchte, die von beiden Enden bedient wird.

Achten Sie auch auf die Begriffe. Die niederländische AREI-Fassung nennt den Serienschalter „eenpolige omschakelaar (dubbele aansteking)“, die französische „commutateur unipolaire (double allumage)“; den Kreuzschalter nennt sie „commutateur intermédiaire pour va-et-vient“, während auf der Baustelle permutateur gesagt wird. Wenn Sie abweichende Bezeichnungen verwenden, übernehmen Sie die Beschreibung aus Tabelle 2.23 in die Legende — das AREI lässt jedes eindeutig identifizierbare Symbol zu, sofern es in der Legende der Schemata und Pläne definiert ist (Unterabschnitt 3.1.2.1 Buchstabe a).

Wie viele Adern braucht eine Wechselschaltung?

Zwischen den beiden Wechselschaltern laufen zwei korrespondierende Leiter. Dazu kommen die Zuleitung der Außenleiterader zum ersten Schalter, der geschaltete Leiter vom zweiten Schalter zum Lichtpunkt, der Neutralleiter bis zur Leuchte und der Schutzleiter, wo er erforderlich ist. Eine Kreuzschaltung ändert dieses Prinzip nicht: Der Kreuzschalter wird in die Korrespondenz eingeschleift, mit zwei Leitern auf jeder Seite.

Zwei AREI-Regeln steuern die Wahl dieser Leiter:

  • Querschnitt. Für elektrische Leitungen, die nicht integraler Bestandteil eines Geräts sind, ist ein Querschnitt unter 2,5 mm² grundsätzlich verboten. Tabelle 5.1 (Unterabschnitt 5.2.1.2) lässt 1,5 mm² ausdrücklich zu für „elektrische Leitungen, die zu Stromkreisen ohne Steckdosen gehören“ — genau das ist ein reiner Beleuchtungsstromkreis mit seinen Schaltern.
  • Farbe. Die Kombination Grün-Gelb ist Schutz- und Schutzpotentialausgleichsleitern vorbehalten; Grün und/oder Gelb für die Isolierung aktiver Leiter zu verwenden, ist verboten (Unterabschnitt 5.1.6.2). Blau ist dem Neutralleiter vorbehalten, wo der Stromkreis einen hat. Ist im Stromkreis kein Neutralleiter vorhanden, darf die blau gekennzeichnete Ader eines Mehrleiterkabels für einen anderen Zweck verwendet werden — außer als Schutz- oder Schutzpotentialausgleichsleiter. Ein korrespondierender Leiter darf also in einem Kabel ohne Neutralleiter blau sein, niemals aber grün-gelb.

Für die Kabeltypen nennt Tabelle 2.23 eigene Beispiele: ein XVB-Kabel Cca mit einer bestimmten Leiterzahl und einem bestimmten Querschnitt, oder einzelne H07V-U-Leiter Eca in einem Rohr in der Wand. Tragen Sie im Schema den tatsächlich verlegten Typ und die tatsächliche Verlegeart ein; beides gehört zum Pflichtinhalt des Einstrich-Schemas.

Welches Symbol gehört ins Eindrahtschema, welches in den Situationsplan?

Das Symbol ist dasselbe — Tabelle 2.23 gilt für beide Unterlagen. Der Unterschied liegt in der Frage, die das jeweilige Dokument beantwortet, und vor allem in der Kennzeichnung.

Auf dem Einstrich-Schema müssen die Schalter erscheinen, ebenso wie Verbindungs- und Abzweigdosen, Steckdosen, Lichtpunkte, ortsfeste Maschinen und Geräte, die Schutzeinrichtungen und die Leitungsdaten (Unterabschnitt 3.1.2.2 Buchstabe a). Jeder Elementarstromkreis wird durch einen Großbuchstaben identifiziert; Lichtpunkte, Steckdosen und Steuerwerke erhalten eine Nummer in der Reihenfolge, in der sie im Stromkreis vorkommen, beginnend bei der vorgeschalteten Überstrom-Schutzeinrichtung (Unterabschnitt 3.1.2.1 Buchstabe a, Abbildung 3.1).

Der Lageplan muss die Lage derselben Schalter angeben (Unterabschnitt 3.1.2.3 Buchstabe a). Und dort steht die Regel, die in der Praxis am häufigsten übersehen wird: Schalter und Steuerwerke werden durch den Buchstaben des Stromkreises identifiziert, in dem sie sich befinden, und durch die laufende Nummer des Lichtpunktes oder Geräts, den beziehungsweise das sie steuern (Unterabschnitt 3.1.2.1 Buchstabe a, Abbildung 3.2). Zwei Wechselschalter, die gemeinsam den Lichtpunkt B3 bedienen, tragen also beide die Kennzeichnung B3 — nicht zwei eigene fortlaufende Nummern.

Genau deshalb ist die Schalterkette kein kosmetisches Detail: Ohne festgehaltene Beziehung zwischen Schalter und Lichtpunkt lässt sich diese Kennzeichnung nicht korrekt vergeben. Wie beide Dokumente zusammenspielen, ist in Eindrahtschema vs. Situationsplan ausgeführt.

Wann sind Taster mit Stromstoßrelais besser als eine Kreuzschaltung?

Ab drei oder vier Schaltstellen wächst der Verdrahtungsaufwand einer Kreuzschaltung schnell: Jede zusätzliche Stelle verlangt zwei korrespondierende Leiter hin und zurück. Drucktaster, die parallel an einer gemeinsamen Steuerleitung liegen und zusammen ein Stromstoßrelais ansteuern, skalieren besser. Tabelle 2.23 Buchstabe E enthält beide Symbole: den „Drucktaster“ und den „Fernschalter“ — das Stromstoßrelais.

Zwei Punkte dazu:

  • Der Fernschalter sitzt in der Verteiler- und Schaltgerätekombination und gehört deshalb auch dort ins Eindrahtschema, mit seiner vorgeschalteten Schutzeinrichtung. Er ist keine Eigenschaft des Tasters im Flur.
  • Das AREI lässt neben Schaltern und Leitungsschutzschaltern ausdrücklich „Hilfsstromschalter“ und „elektronische Einrichtungen“ als Steuerungseinrichtung zu (Unterabschnitt 5.3.3.2 Buchstabe b). Ein Stromstoßrelais ist also keine Sonderkonstruktion — es muss aber den einschlägigen Normen entsprechen.

Eine verwandte Variante ist der Treppenhausautomat beziehungsweise der Verzögerungsschalter; auch dafür kennt Tabelle 2.23 ein Symbol. Die Wahl zwischen Stromstoßrelais und Zeitschalter ist funktional, nicht normativ: Das eine hält bis zum nächsten Impuls, das andere fällt nach eingestellter Zeit zurück.

Darf ein Schalter einpolig sein — und darf er im Neutralleiter liegen?

Einpolig ist zulässig. Unterabschnitt 5.3.3.2 Buchstabe c hält ausdrücklich fest, dass nicht alle aktiven Leiter abgeschaltet werden müssen, sofern keine Gefahren entstehen können. Ein klassischer einpoliger Lichtschalter, der den Außenleiter unterbricht, fällt darunter.

Dieselbe Bestimmung zieht aber sofort eine Grenze: Außer zu Messzwecken werden einpolige Steuerungseinrichtungen nicht an Neutralleitern angebracht. Ein einpoliger Schalter, der versehentlich im Neutralleiter sitzt, lässt das Gerät unter Spannung stehen, obwohl es ausgeschaltet wirkt. Das ist ein klassischer Befund bei der Kontrolle und lässt sich aus keiner Zeichnung ableiten — es muss spannungsfrei vor Ort festgestellt werden.

Zweipoliges Schalten bleibt möglich und ist bisweilen gewünscht, etwa bei einem fest angeschlossenen Gerät, das vollständig vom Netz trennbar sein soll. Tabelle 2.23 führt dafür sowohl den „zweipoligen Schalter“ als auch den „zweipoligen Wechselschalter“. Die Polzahl ist damit eine eigene Eigenschaft neben der Schaltfunktion, keine andere Schaltung.

Wie viele Lichtpunkte darf eine Schalterkette versorgen?

Hier vermischen sich zwei AREI-Regeln, die verschiedene Dinge meinen.

Die Grenze von acht gilt für Steckdosen: Die Anzahl Einzel- oder Mehrfachsteckdosen ist auf acht pro Endstromkreis begrenzt (Unterabschnitt 5.3.5.2 Buchstabe b). Ein reiner Beleuchtungsstromkreis fällt nicht darunter.

Sobald Steckdosen, Beleuchtungsgeräte und andere ortsfeste Geräte über denselben Endstromkreis versorgt werden, gelten für diesen Stromkreis dieselben Vorschriften wie für Steckdosenkreise — und dann greift der Satz: „ein einzelnes ortsfestes Gerät bzw. eine Gruppe von ortsfesten Geräten, die durch ein gemeinsames Bediengerät gesteuert wird, wird einer Steckdose gleichgesetzt“ (Unterabschnitt 5.3.5.2 Buchstabe b). Vier Spots an einer gemeinsamen Schalterkette zählen in einem solchen gemischten Kreis also als eine Einheit, nicht als vier.

Außerdem gilt: Bei Wohneinheiten, die mehr als zwei Räumlichkeiten und/oder Bereiche umfassen, müssen für Beleuchtungsgeräte mindestens zwei getrennte Stromkreise vorhanden sein (Unterabschnitt 5.3.5.2 Buchstabe b). Ein einziger Lichtkreis für ein ganzes Haus ist damit keine Entwurfsentscheidung, sondern ein Mangel. Die Zählweise in gemischten Kreisen ist in Steckdosen pro Stromkreis ausgeführt.

Wo darf der Schalter im Badezimmer sitzen?

Für Räumlichkeiten mit Badewanne und/oder Dusche legt Unterabschnitt 7.1.5.2 bereichsweise fest, was zulässig ist. Für Steuerungseinrichtungen — dazu zählt ein gewöhnlicher Lichtschalter — ergibt sich:

BereichSteuerungseinrichtung zulässig?
Bereich 0Nicht zugelassen, außer als Teil der dort zugelassenen ortsfesten Geräte und über SELV versorgt, mit Energiequelle außerhalb der Bereiche 0 und 1 (Buchstabe b)
Bereich 1Nur Steuerungseinrichtungen, die über SELV versorgt werden, mit Energiequelle außerhalb der Bereiche 0 und 1 (Buchstabe c Nr. 4)
Bereich 2Steuerungseinrichtungen, die über Niederspannung versorgt werden, sind zugelassen (Buchstabe d Nr. 5), neben der SELV-Variante (Buchstabe d Nr. 4)

Ein 230-V-Wechselschalter gehört damit außerhalb der Bereiche 0 und 1. Ein Zugschalter an der Decke ist eine übliche Lösung und hat in Tabelle 2.23 ein eigenes Symbol („einpoliger Schalter mit Zugschnur“), entkommt den Bereichsregeln aber nicht: Maßgeblich ist, in welchem Bereich das Betriebsmittel selbst liegt. Die Bereiche und die zugehörigen Leitungsregeln sind in Badezimmerkabel und AREI-Zonen ausgeführt.

Wann ersetzt Domotica die Kreuzschaltung?

Sobald derselbe Lichtpunkt von vielen Stellen und in verschiedenen Szenen bedient werden soll, wird eine busgesteuerte Lösung praktikabler als eine wachsende Kreuzschaltung. Das AREI hat dafür in Tabelle 2.23 einen eigenen Buchstaben: J, „Domotik“. Das Steuerwerk wird dort durch ein Rechteck aus zwei Teilen dargestellt — unten das Grundsymbol (etwa ein Schalter oder eine Steckdose mit Schalter), oben der Steuerungstyp.

Was mit Domotica nicht entfällt: Jedes Verbrauchsgerät und jede elektrische Maschine wird über eine Steuerungseinrichtung bedient, und diese ist auch dann erforderlich, wenn der Betrieb von einem Relais, einem Thermostat oder einem gleichartigen Organ abhängt (Unterabschnitt 5.3.3.2 Buchstabe d). Der Aktor in der Verteilung ersetzt die geforderte Steuerungseinrichtung nicht — er ist eine. Was sich ändert, ist die Zeichnung: Sie dokumentieren ein Steuerwerk samt Steuerungstyp statt drei in Reihe liegender Kreuzschalter.

Auswahlkriterien und die typischen Fallstricke gemischter Anlagen behandelt Smart Home und AREI.

Wie entsteht die Schalterkette in PlanElec und was ändert sich im Eindrahtschema?

Im Grundriss verbindet das Werkzeug Schalterkette einen Schalter mit den Leuchten, die er bedient. Für freie Schalter und Leuchten eines Raums kann PlanElec einen Vorschlag erstellen; eine gültige Kette enthält mindestens einen Schalter und eine Leuchte, und ein Gerät kann nicht gleichzeitig Mitglied zweier Ketten sein. Über Etagen hinweg bleibt die Kette projektweit zusammenhängend; je Geschoss sehen Sie nur die örtlichen Teilstrecken und die Fortsetzungsmarker.

Die Schaltfunktion wird aus der Kette abgeleitet: Ein Schalter ergibt Ein/Aus, zwei Schalter werden an beiden Enden zu Wechselschaltern, und ab drei bleiben erster und letzter Wechselschalter, während die dazwischenliegenden zu Kreuzschaltern werden. Die Polzahl wählen Sie getrennt — beide Eigenschaften werden erst beim Zeichnen kombiniert. Ab drei Schaltstellen wird die zweipolige Variante nicht dargestellt, weil der RGIE-Symbolsatz keinen zweipoligen Kreuzschalter enthält; die Kombination wird dann einpolig gezeichnet.

Taster, Dimmer und der Serienschalter werden bewusst nicht automatisch abgeleitet. Der Serienschalter bleibt als manuelle Auswahl verfügbar, gerade weil er zwei getrennte Stromkreise an einer Bedienstelle beschreibt: Sie ordnen jede Leuchte bewusst Kanal A oder B zu.

Seit dem Update vom 30. August 2026 bleibt die Verbindung zwischen Schalter und Lichtpunkten dauerhaft gespeichert und aktualisiert das Eindrahtschema sofort, sobald die Geräte einem Stromkreis zugeordnet sind. Noch nicht platzierte Leuchten bleiben in derselben Schaltgruppe und rücken beim Platzieren automatisch in die Kette. Die automatische Beleuchtung ergänzt nur fehlende Lichtpunkte — je angefangene 8 m², in Küche und Bad je 6 m².

Die Bedienung Schritt für Schritt steht in der Anleitung Schalterketten, Stromkreise und Kabelwege.

Was die AREI-Selbstprüfung dazu nicht leistet

Die Selbstprüfung ist orientierend und beurteilt nur unterstützte Regeln anhand der erfassten Daten. Konkret für Schalter:

  • Sie prüft die Plausibilität einer Steuergruppe: Eine Gruppe muss mindestens einen Schalter und mindestens eine geschaltete Last enthalten. Gruppen ohne Schalter, ohne Last oder mit nur einem Element werden gemeldet.
  • Sie prüft nicht, ob die gewählte Schaltung der beabsichtigten Bedienung entspricht. Zwei Wechselschalter in zwei verschiedenen Räumen sind technisch eine gültige Kette und praktisch selten sinnvoll.
  • Sie prüft nicht, ob ein einpoliger Schalter tatsächlich im Außenleiter und nicht im Neutralleiter sitzt. Das geht aus keiner Zeichnung hervor und muss spannungsfrei vor Ort festgestellt werden.
  • Ein Stromstoßrelais, ein DIN-Schienen-Dimmer, ein Treppenhausautomat oder ein Dämmerungsschalter wird im heutigen Eindrahtschema nicht gezeichnet. Sie verschwinden aber nicht stillschweigend: Vor dem Export meldet PlanElec sie ausdrücklich als „nicht darstellbare Schaltschrankmodule“, die Sie prüfen oder entfernen müssen.
  • Sie ersetzt weder Messung noch Kontrolle. Die offizielle Beurteilung erfolgt ausschließlich durch eine zugelassene Stelle.

Weiterführende Artikel

PlanElec öffnen und Schalterketten festlegen →

Regelgrundlage: AREI/RGIE Buch 1 V06 — Kapitel 2.13 mit Tabelle 2.23, Unterabschnitte 3.1.2.1, 3.1.2.2, 3.1.2.3, 5.1.6.2, 5.2.1.2 mit Tabelle 5.1, 5.3.3.2, 5.3.5.2 und 7.1.5.2. Maßgeblich bleiben die amtliche Fassung, der reale Anlagenzustand und die Kontrolle der zugelassenen Stelle.